Homöopathie  |  

Krisenbewältigung – Krise als Chance

Was ich im Dezember 2019 noch nicht verstehen konnte, war die Unruhe unter den Japanern, vor allem der Mitglieder der JPHMA, was wohl das neue Mondjahr der „Metall-Ratte“ bringen würde, welche Probleme von Atemsystem und Darm aus der Sicht der TCM.

 

Nun, seit März 2020 wissen wir es. Was ich in Japan immer wieder bewunderte, war die besonnene Art, Krisen zu meistern, denn Japan ist ein Land, in dem ständig irgendwelche Naturkatastrophen oder menschengemachte Krisen geschehen. Dr. Torako Yui, die Präsidentin der JPHMA sagte: „An erster Stelle braucht jeder Haushalt ein homöopathisches Erste-Hilfe-Set, um bei Panik, Angst, Infektion oder Strahlenbelastung sofort reagieren zu können und das Immunsystem zu stärken!“ Hatten wir das? Nein. Seit Monaten beschränkt sich die Anweisung auf Mundschutz, Desinfektion und Abstandhalten – alles Akutmaßnahmen, aber keine echte Hilfe, eine Virusinfektion zu bewältigen. Ich habe ein solches Set zusammengestellt und vielen Patienten helfen können, nicht den Kopf zu verlieren, sich auf die Stärkung des Immunsystems zu konzentrieren. Angstmacherei bringt gar nichts. Ständig neue Corona-Wellen zu prognostizieren ruft das muntere Virus nur zu neuen Mutationstaten auf – bildlich gesprochen. Jeder braucht zuhause nicht nur einen Verbandskasten, sondern eine Hausapotheke, die auch für Krisen, Epidemien, Katastrophen und Notfälle ausgerichtet ist. In Japan steht an erster Stelle der Mensch, das er besonnen und mit klarem Kopf, ohne Angst die Situation einschätzen kann.

 

Bei uns waren es die vielen selbstlosen Hilfen, die Heilpraktiker und Ärzte den Ratsuchenden zukommen ließen. Während die Regierung die Jagd nach dem Impfstoff unterstützte, richteten wir in der Ganzheitsmedizin den Blick auf das was unerlässlich ist: auf die Stärkung des physisch-psychische Immunsystems. Wir haben seit fast 200 Jahren eine florierende Naturheilkunde, eine Homöopathie, die viele Richtungen entwickelt hat. In den Medien haben wir nichts darüber erfahren. Es kamen auch nicht die vielen Kollegen der Ganzheitsmedizin zu Wort, die seit Jahren Viruserkrankungen behandeln.

 

In meinem neuen Buch „Corona und der Paradigmenwechsel“ nehme ich auf der einen Seite eine kritische Stellung ein, weil ich einen guten Vergleich mit Japan habe, das wesentlich mehr Katastrophen meistern musste und muss als wir in Deutschland. Auf der anderen Seite würdige ich die Initiativen der unserer Bürger und Therapeuten, gehe auf das kollektive Bewusstsein ein, das uns dieses Jahr beschert hat und biete, wie immer Hilfen, die sich in der Praxis bewährt haben. Was wir in der Ganzheitsmedizin gelernt haben: Wir lassen uns von keinem Virus die Corona (Krone) vom Kopf reißen, sondern schauen auf die Ursache einer Epidemie. Keine digitale Technik, kein Smartphone, kein Impfstoff kann einem Virus Einhalt gebieten. Das zeigt die ständige Zunahme der resistenten Keime und Virusmutationen. Wenn wir in Zukunft kreativer mit einer neuen Infektionswelle umgehen wollen, hoffe ich, dass die Aussage unserer Bundeskanzlerin wahr wird: „Wir müssen GEMEINSAM eine Lösung finden.“ Dann bitte schön, mit der Akutmedizin und mit den Erfahrungen der Ganzheitsmediziner, Homöopathen und Naturheilkundler, die ein reiches deutsches Kulturerbe darstellen, für dass wir 10 000 km entfernt im Osten verehrt werden.

 

Dr. phil. Rosina Sonnenschmidt, Heilpraktikerin

Ehrenmitglied der JPHMA

2006, 2009, 2010, 2016, 2019 als einzige Deutsche nach Japan zu Kongressen und Seminaren eingeladen.

 

Weitere Informationen zu diesem Thema im Buch CORONA UND PARADIGMENWECHSEL >

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